[an error occurred while processing this directive] [an error occurred while processing this directive] Nachrichten der gefahrgutbeauftragte 2010

Nachrichten

Chemie wächst weiter, aber wesentlich langsamer
Frankfurt am Main, 14. Dezember 2010 - Die chemische Industrie hat 2010 mit elf Prozent den stärksten Produktionszuwachs seit 1976 erzielt. Die Erwartungen des viertgrößten Industriezweiges in Deutschland für 2011 sind aber verhalten.

Schnee auf Autodach kann 80 Euro kosten
München, 14. Dezember 2010 - Nach den Schneefällen der letzten Tage sieht man etliche Autos, die offensichtlich nicht in der Garage übernachtet haben, weil sie von dickem Schnee bedeckt sind. Wer damit von der Polizei erwischt wird, zahlt 25 Euro Verwarnungsgeld, betont der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS). Ergibt sich eine "erhebliche Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit" können sogar 80 Euro und drei Punkte fällig werden.

Luftfracht im Höhenflug
Wiesbaden, 7. Dezember 2010 - Rekordwerte bei der Luftfracht: Das Luftfrachtvolumen, das auf deutschen Flughäfen in den ersten drei Quartalen 2010 befördert wurde, stieg erstmals auf drei Millionen Tonnen ein- und ausgeladener Güter, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis).

Winterreifenpflicht ab 4. Dezember 2010
Berlin, 3. Dezember 2010 - Die Winterreifenpflicht tritt am Samstag, 4. Dezember 2010 in Kraft. Die neuen Vorschriften der Straßenverkehrs-Ordnung sind heute im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden.

Wirtschaft wächst im November dank voller Auftragsbücher
Frankfurt am Main, 3. Dezember 2010 - Die deutsche Wirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs, signalisiert der saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI). Im November kletterte er bum 1,5 Zähler auf aktuell 58,1 Punkte.

Neuregelung bei der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung
Berlin 29. November 2010 - Arbeitgeber mit mehr als zehn Beschäftigten müssen sich im kommenden Jahr auf veränderte Vorgaben zur betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung einstellen. Darauf weisen Unfallkassen und Berufsgenossenschaften hin. Am 1. Januar 2011 tritt die DGUV Vorschrift 2 in Kraft. Sie löst die bisherigen Vorschriften ab, mit denen die gesetzliche Unfallversicherung die Betreuung der Unternehmen durch Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit regelt.

Winterreifen alleine machen nicht sicher
Hamburg, 26. November 2010 - "Kein Autofahrer darf sich mit Winterreifen so sicher fühlen, dass er bei Schnee und Eis auf den Straßen fährt wie im Sommer", warnt Heiko Beermann, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungs-GmbH (GDV DL). "Angepasste Fahrweise ist das A und O sicheren Fahrens egal bei welchem Wetter, egal mit welchen Reifen". Zu schnelles Fahren ist in Deutschland die Ursache für jeden dritten Verkehrsunfall.

Luftfrachtsicherheit: Schwerwiegende Mängel aufgedeckt
Berlin, 24. November 2010 - Nach den vereitelten Anschlägen mit Luftfrachtbomben hat das Luftfahrt-Bundesamt weiter unangekündigt Luftfrachtunternehmen kontrolliert. Dabei wurden Mängel festgestellt, die teilweise bis zum Entzug des Status des "Bekannten Versenders" geführt haben.

Winterreifenpflicht kommt
Bonn, 24. November 2010 - Am 26. November entscheidet der Bundesrat über den aktuellen Verordnungsentwurf des Bundesverkehrsministeriums zur Einführung einer Winterreifenpflicht. Passend zu den ersten Schneeflocken, die vom Himmel rieseln.

Blutscreening bei begründetem Verdacht
München, 23. November 2010 - Eine verbesserte Aufklärung über die Auswirkungen von Arzneimitteln auf die Fahrtauglichkeit fordert der ADAC. Auch sollten die Kontrollen verstärkt werden.

Bundesweite Großrazzia bei Luftfrachtunternehmen
Berlin, 11. November 2010 - Nach den vereitelten Anschlägen mit Luftfrachtbomben hat das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) bundesweit Luftfrachtunternehmen überprüft. Unangekündigt kontrollierten Mitarbeiter in den vergangenen Tagen zahlreiche sogenannte "Reglementierte Beauftragte", alleine am gestrigen Mittwoch 20 Unternehmen. Schwerwiegende Mängel wurden dabei nicht entdeckt, teilt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) mit.

Fehlende Lkw-Stellplätze an den Autobahnen
Berlin, 11. November 2010 - Bundesweit fehlen immer noch über 7 000 Lkw-Stellplätze an den Autobahnen. Aufgrund der auslaufenden Konjunkturpakete und der strikten Sparvorgaben der Bundesregierung befürchtet der Automobilclub ADAC, dass das Geld für den dringend notwendigen Ausbau künftig fehlt.

Transporterklasse: Mehr Aufklärung über Gefahrenpotenziale
Frankfurt, 2. November 2010 - Die Transporterklasse bis 3,5 Tonnen hält den Wirtschaftsverkehr unseres Ballungsraums aufrecht. Sie ist das Bindeglied zwischen Logistikzentren, Einzelhandel und Endverbraucher", sagte Dr. Andreas Freundt, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Frankfurt am Main, im Rahmen des ersten Transporter-Workshops am Freitag. Allerdings stellten die Fahrzeugklassen diesen Typs für den fließenden Verkehr auch viele Gefahrenquellen dar, daher müssten Transportunternehmen mehr über die Gefahrenpotenziale des Fahrzeugtyps aufgeklärt werden.

Zwei Sekunden führerlos
Berlin, 27. Oktober 2010 - In Herbst und Winter steigt das Risiko, im Straßenverkehr geblendet zu werden. Auf diese Gefahr weisen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen im Rahmen ihrer Präventionskampagne "Risiko raus!" hin und geben Tipps zum richtigen Fahrverhalten.

Innovationspreis Gefahrgut 2011
München, 20. Oktober 2010 - Mit dem Innovationspreis prämiert die Fachzeitschrift Gefahr/gut ein Unternehmen, das nachweislich eine innovative Gefahrgutlösung erfolgreich eingeführt hat. Jetzt wird der Preis, der im Rahmen der 21. Münchner Gefahrguttage am 30. Mai 2011 vergeben wird, erneut ausgeschrieben. Einzelheiten zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier. Bewerbungsschluss: 13. Dezember 2010.

Juli 2010: Zahl der Verkehrstoten stark angestiegen
Wiesbaden, 23 September 2010 - Im Juli 2010 starben auf deutschen Straßen erstmals in diesem Jahr wieder mehr Menschen in einem Monat als im entsprechenden Vorjahresmonat. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verloren 428 Menschen ihr Leben, das waren 68 Personen oder 19 Prozent mehr als im Juli 2009. Auch die Zahl der Verletzten hat gegenüber Juli 2009 um 1,4 Prozent zugenommen.

Mobilität hat ihren Preis
Wiesbaden, 21. September 2010 - Autofahren hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich verteuert. Insbesondere Dieselfahrer müssen sehr viel tiefer in die Tasche greifen, hat das Statistische Bundesamt ermittelt.

Hessische Chemie rechnet mit acht Prozent Umsatzplus 2010
Frankfurt, 17. September 2010 - Die chemische Industrie in Hessen hat das Vorkrisen-Niveau fast wieder erreicht. Die Branche konnte ihren Umsatz in der ersten Jahreshälfte 2010 um fast neun Prozent auf elf Milliarden Euro steigern.

Luftfrachtpreise heben ab
Wiesbaden, 10. September 2010 - Durchschnittlich sind die Preise im zweiten Quartal 2010 für von deutschen Flughäfen abgehende Luftfracht um mehr als ein Drittel (plus 35 Prozent) gegenüber dem zweiten Quartal 2009 gestiegen. Das gibt das Statistische Bundesamt bekannt.

ADAC testet Lkw-Parkplätze in Europa
München, 30. August 2010 - Für Lkw-Fahrer gibt es in Europa zu wenige Rastanlagen, die auf ihre Sicherheits- und Servicebedürfnisse zugeschnitten sind. Das ist das Ergebnis eines ADAC-Tests von 50 Lkw-Parkplätzen in elf europäischen Ländern.

Schienengüterverkehr legt zu
Wiesbaden, 30. August 2010 - Der Güterverkehr auf dem deutschen Schienennetz ist im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 um 18 Prozent gestiegen.

Gefahrgutforum Rheinland-Pfalz
Schifferstadt, 25. August 2010 Zum Informationsaustausch Gefahrgut lädt das Gefahrgutforum am 15. September 2010 in die Festhalle, Albrecht-Dürer Str. 5 in 67373 Dudenhofen. Veranstaltungsbeginn ist 19:00 Uhr.
Cesar Goncalves (Daimer AG) wird über "Wirtschaftliche Fahrweise" referieren, Thorsten Hauck (Gefahrgutbüro Renate Hauck e.K.) behandelt das Thema "Verlader - Was ist neben dem Gefahrgutrecht noch zu beachten?". Es besteht die Möglichkeit, bereits vorab Fragen an die Referenten zu stellen. Der Veranstalter bittet um eine verbindliche Teilnahmebestätigung. Diese und eventuell Ihre Fragen senden Sie spätestens bis zum 10. September 2010 an Martin Jarkiewicz.

Gefahrgut 2008: Am meisten wurde per Lkw transportiert
Wiesbaden, 12. August 2010 - Im Jahr 2008 war jede zwölfte Tonne der gesamten Gütermenge auf Straßen, Schienen und Wasserwegen Gefahrgut. Damit wurden in Deutschland mit Lastkraftwagen, Eisenbahnen und Schiffen knapp 353 Millionen Tonnen Gefahrgüter befördert, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Informationstag Containerrisiken
Ingelheim, 11. August 2010 Gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution und der Polizei veranstaltet das Beratungsunternehmen GBK einen Informationstag zum Thema Containerrisiken. Termin: 4. November 2010 in Mannheim.
Die Veranstaltung wendet sich an alle, die mit Containern zu tun haben. Experten erläutern die mechanischen, biologischen und chemischen Risiken. In einem Praxisteil werden Vor-Ort Kontrollen realisiert und die festgestellten Ergebnisse bewertet. Mängel bei der Ladungssicherung und Begasung von Containern sind der Anlass für diesen Informationstag. Vermehrt werden Gesundheitsbeinträchtigungen von Hafenarbeitern gemeldet, die begaste Container geöffnet haben. Zudem wird ein Risiko für Verbraucher vermutet, wenn Begasungsmittel in Produkten und Lebensmitteln verbleiben.
Anmeldung unter: www.gbk-ingelheim.de

Aus BG-PRÜFZERT wird DGUV Test
Berlin, 1. Juli 2010 Das Prüf- und Zertifzierungssystem der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung hat einen neuen Namen. Seit Juli heißt BG-PRÜFZERT (Berufsgenossenschaftliches Prüf- und Zertifizierungssystem) "DGUV Test".

Bahnübergänge sicher überqueren
Bonn, 18. Juni 2010 Durch Unkenntnis oder Unachtsamkeit, gepaart mit Leichtsinn, werden europaweit mindestens 600 Verkehrsteilnehmer pro Jahr Opfer von Bahnübergangsunfällen. Am 22. Juni macht der "International Level Crossing Awareness Day" europaweit darauf aufmerksam, wie solche Unfälle vermieden werden können.

Preise für Luftfracht steigen
Wiesbaden, 17. Juni 2010 - Gegenüber dem Vorjahresquartal liegen die Preise im ersten Quartal 2010 für von deutschen Flughäfen abgehende Luftfrachttransporte um durchschnittlich zehn Prozent höher. Besonders die Frachtraten auf den Flugrouten nach China (Plus 49 Prozent, der Republik Korea (Plus 39 Prozent) und Japan (Plus 30 Prozent) sind deutlich gestiegen, meldet das Statistische Bundesamt. Nahezu unverändert bleiben die Preise auf den Flugrouten nach Australien und Brasilien.

Luftfracht Fraport: Rekordwerte im Mai 2010
Frankfurt, 11. Juni 2010 - Am Frankfurter Flughafen wurden im Mai 2010 mehr als 204.332 Tonnen Luftfracht umgeschlagen. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 40 Prozent. "Die hohen Zuwachsraten in der Fracht resultieren vor allem aus der wirtschaftlichen Dynamik Asiens und der spezifischen Stärke der Luftfracht, auch kurzfristig die für Handel und Industrie notwendigen Kapazitäten bereitstellen zu können", kommentierte Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.

Eisenbahngüterverkehr legt zu
Wiesbaden, 2. Juni 2010 - Im ersten Quartal 2010 wurden auf der Schiene 83 Millionen Güter transportier - fast zwölf Prozent mehr als noch im ersten Quartal 2009, teilt das Statistische Bundesamt mit. Besonders kräftig legten die Güterabteilungen Eisen- und Nichteisenmetalle (plus 44 Prozent) sowie Erze, Metallabfälle (plus 29 Prozent) zu. Ebenfalls überdurchschnittlich stiegen die Transportmengen von chemischen Erzeugnissen (plus 14 Prozent), anderen Halb- und Fertigerzeugnissen (plus 16 Prozent) sowie Düngemittel (plus 38 Prozent). Trotz des Anstiegs sind damit die Folgen der Wirtschaftskrise nicht ausgeglichen: Im ersten Quartal 2010 lag das Volumen der Eisenbahngütertransporte noch auf dem Niveau vom ersten Quartal 2006.

BMU und VCI kooperieren beim Human-Biomonitoring
Frankfurt/Main, 14. Mai 2010 - Bisher muss allzu oft auf modellhafte Abschätzungen zurückgegriffen werden, mit denen gesundheitliche Risiken durch Chemikalien leicht über- oder unterschätzt werden. Jetzt wollen das Bundesumweltministerium (BMU) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) neue Analysemethoden entwickeln, die Auskunft darüber geben, wie die reale Belastung der Bevölkerung mit wichtigen Industriechemikalien aussieht.

Starker Einbruch im kombinierten Verkehr mit Containern 2009
Wiesbaden, 30. April 2010 - Der kombinierte Verkehr mit Containern wurde 2009 von der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders stark getroffen. Der Rückgang fiel noch höher aus als die bereits erhebliche Abnahme des Gesamtverkehrs mit Eisenbahnen und Schiffen.

Werden Kunststoff-Verpackungen teurer?
Bad Homburg, 26. April 2010 - Ansteigende Rohstoffpreise, hohe Energiekosten und Versorgungsengpässe in einigen Produktsegmenten machen den Kunststoffverpackungshersteller zu schaffen. Die Verpackungsunternehmen sind jetzt gezwungen, schnellsmöglichst Lösungen mit ihren Kunden zu finden, verlautbart die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. aus Bad Homburg.

Luftfrachtstau: Ausnahme vom Sonntagsfahrverbot
Frankfurt, 22. April 2010 - Auf Initiative des Logistikbeauftragten der Bundesregierung, dem Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer, haben Bund und Länder eine flexible Handhabung des Fahrverbots am kommenden Sonntag, den 25.04.2010, vereinbart. Mit dieser Ausnahmeregelung soll der "große Stau" von Luftfrachtsendungen, der durch die mehrtägige Sperre des Luftraums über Europa entstanden ist, aufgelöst werden, meldet der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL).

Luftraumsperrung: Belastungsprobe für die Luftfahrt
Berlin, 19. April 2010 - Seit vier Tagen sorgt der Ausbruch des Gletscher-Vulkans in Island für eine bislang noch nie dagewesene Sperrung des europäischen Luftraumes. Allein die Flughäfen müssen deshalb täglich mehr als zehn Millionen Euro Einnahmeverluste verkraften.

Bioethanolwirtschaft rechnet mit gesteigerter Nachfrage
Berlin, 16. April 2010 - Der deutsche Bioethanolmarkt ist im Jahr 2009 erneut kräftig gewachsen. Die Produktion des Biokraftstoffs stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel an, die Verwendung legte um 44 Prozent zu. Für das laufende Jahr erwartet der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V (BDBe) eine weitere deutliche Steigerung der Nachfrage in Deutschland und der EU.

Tag der Logistik: Wachsendes Interesse
Bremen, 16. April 2010 - Rund 28.500 Besucher nutzten den Tag der Logistik am 15. April, um sich bei insgesamt 333 Veranstaltungen ein Bild von diesem Wirtschaftsbereich zu machen.

Öresund-Tunnel kategorisiert
Hamburg, 16. März 2010 - Dänemark hat den Tunnel der Öresundverbindung (Drogdentunnel) eingestuft. Von 23:00 bis 6:00 Uhr gilt Kategorie B, von 6:00 bis 23:00 Uhr die Kategorie E. Die Regelung tritt (rückwirkend) zum 1. Januar 2010 in Kraft.

125 Jahre HHLA
Hamburg, 8. März 2010 - Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) feierte am 8. März 2010 ihr 125-jähriges Bestehen.

Schienengüterverkehr 2009 unterschreitet Beförderungsniveau von 2005
Wiesbaden, 5. März 2010 - Im Jahr 2009 wurden auf dem deutschen Schienennetz 312,1 Millionen Tonnen Güter transportiert - ein Minus von fast 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Zum Vergleich: Das Beförderungsniveau lag im Jahr 2005 um mehr als fünf Millionen Tonnen höher bei 317,3 Millionen Tonnen.

Volles Haus beim IHK-Arbeitskreis Gefahrgut Oldenburg/Bremen
Oldenburg, 2. März 2010 - Groß war das Interesse bei den Gefahrgutexperten der Region Oldenburg/Bremen an der jüngsten Tagung des Arbeitskreises Gefahrgut im Februar 2010, organisiert von der Oldenburgischen IHK und der Handelskammer Bremen. Auf der Agenda: Verschiedene Referate zu aktuellen Themen aus der Gefahrgutwelt. Und natürlich wurde auch - wie jedes Jahr - ein neuer Kohlkönig gewählt.

Wirtschaft stagniert im vierten Quartal
Wiesbaden, 12. Februar 2010 - Die Erholung der deutschen Wirtschaft ist Ende 2009 ins Stocken geraten: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte im vierten Vierteljahr 2009 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - auf dem Niveau des Vorquartals, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Damit hat sich der leichte Aufwärtstrend der Wirtschaft aus dem zweiten (Plus 0,4 Prozent) und dritten Quartal 2009 (Plus 0,7 Prozent) nicht fortgesetzt. Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich - preis-, saison- und kalenderbereinigt - lediglich vom Außenhandel: Während die Exporte wieder zulegten, waren die Importe rückläufig. Die Konsumausgaben und die Investitionen gingen zurück und bremsten so das Wirtschaftswachstum.

Flughäfen mit blauem Auge davon gekommen
Berlin, Frankfurt, München, 10. Februar 2010 - Das zurückliegende Jahr war für die deutschen Flughäfen und die gesamte Luftverkehrsbranche das Schwerste seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach den Verkehrszahlen des Flughafenverbandes ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) verzeichnete die Luftfracht (inklusive Luftpost) 2009 einen Rückgang von 6,2 Prozent auf 3,6 Millionen Tonnen.

Benachrichtigung im Notfall
München, 1. Februar 2010 - Müssen Unfallretter oder Sanitäter bei einem Schwerverletzten Angehörige oder den Hausarzt verständigen, ist deren Telefonnummer zwar manchmal im Taschenkalender zu finden, nicht aber im Handy-Adressbuch. Der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) unterstützt daher den einfachen Vorschlag verschiedener Rettungsorganisationen: Jeder sollte in sein Handy-Adressbuch die Person eingeben, die im Notfall durch Polizei, Feuerwehr oder Erste Hilfe anzurufen ist, und zwar unter einem einheitlichen Begriff. Dazu empfiehlt der KS das international übliche "ICE" (englisch = In Case of Emergency). Sind mehrere Personen zu kontaktieren, speichert man sie als ICE1, ICE2, ICE3 etc.

Güterverkehr 2009: Minus 11,2 Prozent
Wiesbaden 21. Januar 2010 - Der Güterverkehr in Deutschland musste im Jahr 2009 infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise deutliche Einbußen hinnehmen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist das Transportaufkommen im Jahr 2009 insgesamt voraussichtlich auf knapp vier Milliarden Tonnen und damit um 11,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2008 gesunken. Von den Abnahmen waren alle Verkehrszweige betroffen. Rückgänge der Beförderungsmenge hatte es zuletzt in den Jahren 2000 bis 2002 (damals zwischen minus drei und minus 4 Prozent) gegeben.

Fraport AG: Luftfracht legt im Dezember 2009 um 29 Prozent zu
Frankfurt am Main, 15. Januar 2010 - Die Verkehrszahlen am Frankfurter Flughafen haben auch im Dezember den Erholungskurs der letzten Monate fortgesetzt.

(Ältere Meldungen)

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 Chemie wächst weiter, aber wesentlich langsamer

Frankfurt am Main, 14. Dezember 2010 - Die chemische Industrie hat 2010 mit elf Prozent den stärksten Produktionszuwachs seit 1976 erzielt. Die Erwartungen des viertgrößten Industriezweiges in Deutschland für 2011 sind aber verhalten.

"Unsere Branche hat ein erstaunliches Jahr erlebt, das in dieser Form eine Ausnahme bleiben wird", erklärte der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Dr. Klaus Engel, in Frankfurt. "Nach einer rasanten Aufholjagd bewegen wir uns jetzt wieder in moderateren Bahnen." Die deutsche Chemie werde zwar weiter wachsen, aber mit wesentlich geringerer Dynamik als 2010, so der VCI-Präsident.
Der VCI geht davon aus, dass die Chemie-Produktion im nächsten Jahr um 2,5, der Umsatz um 4 Prozent steigen wird. Gründe für die erwartete deutliche Abschwächung der Erholung seien vor allem die begrenzten Wachstumsaussichten der Industrieländer mit ihren Wirkungen auf das Exportgeschäft der deutschen Chemie: "Das rasche Comeback der Weltwirtschaft, das uns in den zurückliegenden zwölf Monaten getragen hat, ist auch auf eine expansive Geld- und Fiskalpolitik zurückzuführen. Von einem selbsttragenden Aufschwung der Weltwirtschaft kann deshalb nicht die Rede sein", betonte Engel. Die hohe Staatsverschuldung zwinge viele Länder im kommenden Jahr zu sparen. Erst dann werde sich zeigen, wie stark die Auftriebskräfte wirklich seien.

Umsatz
Der Gesamtumsatz der deutschen chemischen Industrie stieg 2010 um 17,5 Prozent auf insgesamt 170,6 Milliarden Euro. Das Geschäft mit Kunden im Ausland konnte im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf 99,6 Milliarden Euro ausgebaut werden. Es hat damit das Vorkrisenniveau von 2007 bereits überflügelt. Der Inlandsumsatz legte um 14 Prozent zu und erreichte ein Volumen von 71,0 Milliarden Euro. Das Inlandsgeschäft liegt damit noch rund zehn Prozent unter dem Vorkrisenniveau.

Preise
Die Preise für Chemikalien zogen 2010 kräftig an. Im Durchschnitt waren Chemikalien und Pharmazeutika rund 3,0 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Insbesondere in den rohstoffnahen Sparten kam es zu einem Preisanstieg.

Investitionen
Im Krisenjahr 2009 hatten die deutschen Chemieunternehmen zahlreiche Investitionsvorhaben gestoppt oder verschoben. Die Investitionen sanken um 14 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Die inzwischen wieder normal ausgelasteten Kapazitäten und die gute Ertragslage in der Branche sprechen nach Ansicht des VCI dafür, dass die Unternehmen ihre Investitionszurückhaltung in diesem Jahr aufgegeben haben. Andererseits werde die Unsicherheit, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung fortsetze, zu vorsichtiger Planung führen. Vor diesem Hintergrund rechnet der VCI für das laufende Jahr mit einer Ausweitung der Investitionen in Anlagen und Gebäude um fünf Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.

Forschungsaufwendungen
Nachdem die chemische Industrie schon 2009 ihre Innovationsanstrengungen um mehr als 8 Prozent ausdehnte, wird sie laut VCI in diesem Jahr noch einmal rund 4 Prozent mehr in die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren investieren. Damit erreichen die FuE-Aufwendungen der deutschen chemisch-pharmazeutischen Industrie fast 9,4 Milliarden Euro. "Hiermit unterstreicht die Branche ihr Bekenntnis zum Forschungsstandort Deutschland", betonte VCI-Präsident Engel.

Beschäftigung
Die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche ging im Verlauf des Jahres 2010 um 0,5 Prozent auf 414.200 Beschäftigte zurück. Insgesamt hat die deutsche Chemie seit 2008 im Verlauf der Wirtschaftskrise deutlich weniger Arbeitsplätze abgebaut (minus drei Prozent) als die Chemie in den europäischen Nachbarländern (minus acht Prozent) oder andere Industriezweige hierzulande ( minus sechs Prozent).

Außenhandel
Die Exporte, die neben den Auslandsumsätzen der Chemieunternehmen auch Re-Exporte sowie Chemieexporte anderer Wirtschaftszweige ins Ausland enthalten, stiegen 2010 um 17,5 Prozent auf 143,8 Milliarden Euro. Die größte Dynamik zeigten dabei Asien und Südamerika. Aber auch die europäischen Nachbarländer orderten verstärkt bei den deutschen Chemieunternehmen. Die Importe lagen mit 100,8 Milliarden Euro 16,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die deutschen Chemieunternehmen trugen mit 43 Milliarden Euro zu rund einem Viertel zur positiven Leistungsbilanz Deutschlands im Außenhandel bei.

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 Schnee auf Autodach kann 80 Euro kosten

München, 14. Dezember 2010 - Nach den Schneefällen der letzten Tage sieht man etliche Autos, die offensichtlich nicht in der Garage übernachtet haben, weil sie von dickem Schnee bedeckt sind. Wer damit von der Polizei erwischt wird, zahlt 25 Euro Verwarnungsgeld, betont der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS). Ergibt sich eine "erhebliche Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit" können sogar 80 Euro und drei Punkte fällig werden.

Es ist Pflicht des Fahrers, für die Verkehrssicherheit seines Wagens zu sorgen. Dazu gehört auch, Schnee und Eis vom Autodach zu entfernen. Beim Bremsen könnte die kalte Masse auf die Frontscheibe rutschen und dem Fahrer die Sicht nehmen. Bei Beschleunigung könnte sich der Schnee auf die Heckscheibe legen oder den nachfolgenden Verkehr behindern.
  Besser Schnee vom Dach fegen als zahlen.
Bildquelle: Storck Verlag

Früh morgens ist außerdem oft zu beobachten, dass Autos nur freigekratzte Gucklöcher in der Frontscheibe haben. Auch das ist ein Verstoß gegen § 23 der Straßenverkehrsordnung und kann zu einem Verwarnungsgeld führen. Übrigens kann die Polizei solche Autofahrer anhalten und ihnen die Weiterfahrt erst dann erlauben, wenn der Schnee vom Dach gefegt und alle Scheiben eisfrei sind. Wenn es nachts geschneit hat, rät der KS deshalb, morgens etwas früher aufzustehen und das Auto von Schnee und Eis zu befreien.

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 Luftfracht im Höhenflug

Wiesbaden, 7. Dezember 2010 - Rekordwerte bei der Luftfracht: Das Luftfrachtvolumen, das auf deutschen Flughäfen in den ersten drei Quartalen 2010 befördert wurde, stieg erstmals auf drei Millionen Tonnen ein- und ausgeladener Güter, meldet das Statistische Bundesamt(Destatis).

Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum war das ein Rekordzuwachs von mehr als einem Viertel (26,1 Prozent). In den ersten neun Monaten 2009 war das Luftfrachtvolumen aufgrund der Wirtschaftskrise um zwölf Prozent eingebrochen.
  Auslandsimpulse verleihen der Luftfracht Flügel
Bildquelle: Fraport AG

Der Luftfrachtverkehr findet fast ausschließlich im Auslandsverkehr statt (Anteil: 97,4 Prozent). Die Wachstumsimpulse in den ersten drei Quartalen 2010 gingen vor allem vom Interkontinentalverkehr aus. Während der Warenaustausch mit den europäischen Ländern um 14 Prozent zulegte, kam der Austausch mit Amerika auf ein Plus von 33 Prozent, mit Asien stieg er um 36 Prozent.

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 Winterreifenpflicht ab 4. Dezember 2010

Berlin, 3. Dezember 2010 - Die Winterreifenpflicht tritt am Samstag, 4. Dezember 2010 in Kraft. Die neuen Vorschriften der Straßenverkehrs-Ordnung sind heute im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden.
"Was der Winter auf unseren Straßen anrichtet, das kann man in diesen Tagen deutlich sehen. Wer jetzt mit den falschen Reifen unterwegs ist, gefährdet sich und andere. Viele sind bereits gut ausgerüstet. Ab morgen müssen nach dem Gesetz alle Fahrer bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte Winterreifen aufziehen, ansonsten droht der Bußgeldbescheid", sagte Verkehrsminister Peter Ramsauer.
Als Winterreifen gelten alle M+S-Reifen. Auch Ganzjahresreifen fallen darunter. Sie sind mit einem M+S-Symbol gekennzeichnet, teilweise auch in Verbindung mit dem M+Bergpiktogramm mit Schneeflocke (Alpine Symbol). Schwere Nutzfahrzeuge (Busse und Lkw der Fahrzeugklassen M2, M3, N2 und N3) müssen auf den Antriebsachsen Winterreifen aufziehen.
Die Regelsätze für Bußgelder bei Verstößen werden verdoppelt. Das Fahren ohne Winterreifen bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte kostet künftig 40, statt bisher 20 Euro. Bei Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer fallen 80, statt bisher 40 Euro an. Damit ist auch ein Eintrag eines Punktes im Verkehrszentralregister verbunden.
Der Bundesrat hatte am 26. November einer von Bundesverkehrsminister Ramsauer vorgelegten Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung zugestimmt.

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 Wirtschaft wächst im November dank voller Auftragsbücher

Frankfurt am Main, 3. Dezember 2010 - Die deutsche Wirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs, signalisiert der saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI). Im November kletterte er bum 1,5 Zähler auf aktuell 58,1 Punkte.
Die drei Teilindizes Auftragseingang, Produktion und Beschäftigung trugen entscheidend zum Anstieg des EMI bei. "Ein Ende des kräftigen Aufschwungs ist derzeit nicht in Sicht. Wir erwarten deshalb auch für 2011 eine schwunghafte Konjunktur, die sowohl von einem weiter dynamischen Außenhandel als auch einer lebhaften Binnennachfrage getragen wird", kommentierte Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), am Freitag die aktuelle EMI-Statistik.
"Die aktuellen EMI-Zahlen sind ein Zeichen dafür, dass der Aufschwung in Deutschland auf eine zunehmend breitere Basis gestellt wird. Die befragten Unternehmen meldeten den kräftigsten Jobaufbau seit März 2008. Das macht mich zuversichtlich, dass die Marke von 2,5 Millionen Arbeitslosen im Verlauf des nächsten Jahres unterschritten werden sollte", sagte Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirt der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), am Freitag dem BME nach einer ersten Bewertung der jüngsten EMI-Zahlen.
Der "Markit/BME-Einkaufsmanager-Index" (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Index erscheint seit 1996 unter Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), Frankfurt. Er wird von der britischen Forschungsgruppe Markit Economics, London, erstellt. Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland (nach Branche, Größe, Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt).

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 Neuregelung bei der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung

Berlin 29. November 2010 - Arbeitgeber mit mehr als zehn Beschäftigten müssen sich im kommenden Jahr auf veränderte Vorgaben zur betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung einstellen. Darauf weisen Unfallkassen und Berufsgenossenschaften hin. Am 1. Januar 2011 tritt die DGUV Vorschrift 2 in Kraft. Sie löst die bisherigen Vorschriften ab, mit denen die gesetzliche Unfallversicherung die Betreuung der Unternehmen durch Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit regelt.
Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit sind zwei wichtige Ratgeber im betrieblichen Alltag. Als Experten für Prävention unterstützen sie den Arbeitgeber dabei, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Laut Arbeitssicherheitsgesetz ist der Arbeitgeber daher verpflichtet, sich entsprechend beraten zu lassen. Das Gesetz überträgt den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung die Aufgabe, Art und Umfang dieser Pflicht in eigenen Vorschriften auszugestalten.
"Bisher geschah das in Form fester Einsatzzeiten, die sich nach Art und Größe des Unternehmens richteten", sagt Dr. Walter Eichendorf, stv. Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). "Die Unternehmen hatten damit zwar klare Vorgaben, die Regelung hatte aber den Nachteil, dass die Einsatzzeiten für Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit häufig erheblich über oder unter dem tatsächlichen Beratungsbedarf eines Betriebes lagen."
Im Mittelpunkt der Neuregelung stehen daher nicht ausschließlich feste Einsatzzeiten, sondern Leistungskataloge, aus denen sich die notwendigen personellen Ressourcen ableiten lassen. "Der Unternehmer kann nun wesentlich flexibler entscheiden, welche Betreuung er braucht. Er trägt damit aber auch mehr Eigenverantwortung", so Eichendorf. "Für den Arbeitsschutz ist das eine große Chance, denn wirklich gut ist Arbeitsschutz dann, wenn er auf die Bedürfnisse des jeweiligen Betriebes abgestimmt ist."
Die Vorschrift sieht keine Übergangsfristen vor. "Sorgen muss sich deswegen allerdings niemand machen", sagt Eichendorf. "Unsere Präventionsdienste stehen als Berater und Unterstützer bei der Umsetzung der DGUV Vorschrift 2 zur Verfügung. Wenn Schwierigkeiten auftreten, muss ein Unternehmen deswegen nicht mit Sanktionen rechnen." Folgende Regelungen sind in der Vorschrift vorgesehen:

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 Winterreifen alleine machen nicht sicher

Hamburg, 26. November 2010 - "Kein Autofahrer darf sich mit Winterreifen so sicher fühlen, dass er bei Schnee und Eis auf den Straßen fährt wie im Sommer", warnt Heiko Beermann, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungs-GmbH (GDV DL). "Angepasste Fahrweise ist das A und O sicheren Fahrens egal bei welchem Wetter, egal mit welchen Reifen". Zu schnelles Fahren ist in Deutschland die Ursache für jeden dritten Verkehrsunfall.
Es sei ein trügerisches Gefühl, dass mit Winterreifen bei Schnee, Eis oder Matsch nichts mehr passieren könne. "Auch Winterreifen sind physikalische Grenzen gesetzt, wer die nicht respektiert, landet schnell im Graben." Beermann weist ebenfalls auf die Gefahr der Risikokompensation hin: dabei folgen Autofahrer dem Reiz, die gewonnene Sicherheit maximal auszunutzen und setzen sie damit gleichzeitig aufs Spiel: "Winterreifen sind kein Freibrief für schnelles Fahren bei Winterwetter."
  "Angepasste Fahrweise ist das A und O sicheren Fahrens..." Bildquelle: © GDV DL

Autofahrer sollten stattdessen bei Schnee und Glätte die wichtigsten "Winterregeln" befolgen: die Geschwindigkeit dem Wetter und den Straßenverhältnissen anpassen, mit Gefühl beschleunigen und ebenso sanft bremsen und lenken, ausreichend Abstand halten. Auf unnötige Fahrten sollten sie ganz verzichten und bei Glatteis an einer sicheren Stelle anhalten und stehen bleiben. Besonders wichtig sei die rundum freie Sicht aus dem Auto: nur ein Guckloch in der vereisten Scheibe ist für alle gefährlich und wird deshalb mit einem Verwarnungsgeld geahndet.
Bei winterlichen Pannen oder Unfällen empfiehlt Heiko Beermann zur schnellen Hilfe den Zentralruf der Autoversicherer (0180 - 25 0 26, 6 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Cent pro Minute aus den Mobilfunknetzen) oder das gebührenfreie NOTFON D (0800 - 668366 3). Seit kurzem können Autofahrer auch kostenlos das mobile Notrufsystem PAKOO als iPhone-Applikation laden, um sich damit im Pannenfall orten und helfen zu lassen.

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 Luftfrachtsicherheit: Schwerwiegende Mängel aufgedeckt

Berlin, 24. November 2010 - Nach den vereitelten Anschlägen mit Luftfrachtbomben hat das Luftfahrt-Bundesamt weiter unangekündigt Luftfrachtunternehmen kontrolliert. Dabei wurden Mängel festgestellt, die teilweise bis zum Entzug des Status des "Bekannten Versenders" geführt haben.
Im Fokus standen dieses Mal rund 70 sogenannte "Bekannte Versender" und "Reglementierte Beauftragte". Diese spielen bei der Gewährleistung der "sicheren Lieferkette" für Luftfracht eine zentrale Rolle.
Ergebnisse der Kontrollen: "Deutschland erfüllt bei der Luftfrachtsicherheit hohe Standards. Dennoch müssen wir wachsam bleiben, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Deshalb haben wir in den vergangenen Wochen unsere Kontrollen verstärkt," sagte Verkehrsminister Peter Ramsauer. "Mit unangemeldeten Besuchen wollen wir Schwachstellen aufspüren und umgehend beseitigen. Unternehmen, die unseren Sicherheitsauflagen nicht genügen, wird die Lizenz entzogen. Wir wollen die Sicherheit der Lieferkette weiter verbessern - gemeinsam mit den Unternehmen."
Schwerpunkte der Kontrollen des Luftfahrt-Bundesamtes waren: Der "Bekannte Versender" gibt die identifizierbare Fracht als Erster in den Sendungslauf. Dabei ist die Luftfracht z.B. vor unbefugtem Eingriff zu schützen. Zudem müssen Mitarbeiter geschult werden. Bei "Bekannten Versendern" handelt es sich in der Regel um Hersteller von Wirtschaftsgütern, die exportiert werden. "Reglementierte Beauftragte" sind z. B. Spediteure oder Logistikunternehmen, die Frachtkontrollen durchführen und die Pakete auch röntgen. Die Unternehmen werden durch das Luftfahrt-Bundesamt zugelassen und überwacht. Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 600 "Reglementierte Beauftragte".

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 Winterreifenpflicht kommt

Bonn, 24. November 2010 - Am 26. November entscheidet der Bundesrat über den aktuellen Verordnungsentwurf des Bundesverkehrsministeriums zur Einführung einer Winterreifenpflicht. Passend zu den ersten Schneeflocken, die vom Himmel rieseln.
Der Entwurf beschreibt in erster Linie winterliche Straßenverhältnisse, die eine erhöhte Gefährdung bedeuten: Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) weist mit Blick auf diese Witterungsverhältnisse darauf hin, dass die Reifen getestet werden und Mindestanforderungen erfüllen müssen. "Die einschlägigen Pkw-Reifentests der Verbraucherorganisationen sowie die Empfehlungen zu schweren Nutzfahrzeugen geben hierzu einen guten Überblick.
Mittelfristig müssen im Rahmen der europäischen Zulassungsregelungen die Mindesteigenschaften von Winterreifen festgelegt werden. Die Kennzeichnung durch ein einheitliches, rechtlich verankertes Symbol ist unbedingt anzustreben", unterstreicht DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf. Bis zu einer solchen umfassenden europäischen Regelung sollten bestimmte Eigenschaften als Kriterien für die Wintertauglichkeit von Reifen für mehrspurige Kraftfahrzeuge zur Personen- und Güterbeförderung (Kategorie M und N) herangezogen werden: mindestens eine Profiltiefe von vier Millimetern, eine Kennzeichnung durch das M+S-Symbol oder durch ein alpines Zeichen wie zum Beispiel ein Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Darüber hinaus müssten auch leichte und schwere Nutzfahrzeuge der Klassen M2, M3; N2 und N3 auf der Antriebsachse mit Winterreifen ausgestattet sein.
Im Entwurf zur Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist zudem vorgesehen, das Bußgeld für den Verstoß gegen die Winterreifenpflicht künftig zu verdoppeln: 40 statt 20 Euro und bei einer Verkehrsgefährdung 80 statt 40 Euro sowie ein Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister.
Die neue Formulierung war nach Ansicht des Bundesverkehrsministers notwendig geworden, nachdem das Oberlandesgericht Oldenburg im Juli entschieden hatte, die seit 2006 geltende Vorschrift zur "geeigneten Bereifung" in Paragraf 2 Absatz 3a StVO verstoße gegen das Bestimmtheitsgebot aus Artikel 103 Absatz 2 Grundgesetz und sei deshalb verfassungswidrig.

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 Blutscreening bei begründetem Verdacht

München, 23. November 2010 - Eine verbesserte Aufklärung über die Auswirkungen von Arzneimitteln auf die Fahrtauglichkeit fordert der ADAC. Auch sollten die Kontrollen verstärkt werden.
"Viele Menschen wissen überhaupt nicht, dass sie sich mit einem bestimmten Präparat nicht ans Steuer setzen dürfen. Deshalb sind die behandelnden Mediziner in der Pflicht, ihre Patienten besser über die Folgen einer Medikamenteneinnahme aufzuklären", fordert ADAC-Präsident Peter Meyer anlässlich eines Spitzengesprächs zum Thema Medikamentenmissbrauch mit den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes, Dr. Thomas Bach und der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Heinz-Günter Wolf in Berlin. "Aufgrund des zu geringen verkehrsmedizinischen Fort- und Weiterbildungsangebots herrscht jedoch in der Ärzteschaft große Unsicherheit über die Verpflichtung zur Verkehrssicherheitsberatung", so Meyer.
Neben einer besseren ärztlichen Beratung rät der ADAC, stärker als bisher Internet, Kino oder Sportveranstaltungen als Plattform einer Aufklärungskampagne zu nutzen. Auch verstärkte Kontrollen durch die Polizei sind laut Club wichtig. Allerdings hängt der Erfolg einer Überprüfung entscheidend von ihrem Ausmaß ab. Um der hohen Dunkelziffer bei Medikamenten- und bei Drogendelikten im Straßenverkehr zu begegnen, sollte daher bei begründetem Verdacht ein komplettes immunchemisches Screening einer Blutprobe vorgenommen werden.

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 Bundesweite Großrazzia bei Luftfrachtunternehmen

Berlin, 11. November 2010 - Nach den vereitelten Anschlägen mit Luftfrachtbomben hat das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) bundesweit Luftfrachtunternehmen überprüft. Unangekündigt kontrollierten Mitarbeiter in den vergangenen Tagen zahlreiche sogenannte "Reglementierte Beauftragte", alleine am gestrigen Mittwoch 20 Unternehmen. Schwerwiegende Mängel wurden dabei nicht entdeckt, teilt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) mit.
Die reglementierten Beauftragen spielen eine zentrale Rolle bei der Gewährleistung der "sicheren Lieferkette" für Luftfracht. Es handelt sich um Spediteure oder Logistikunternehmen, die Fracht beispielsweise durch Röntgen kontrollieren. Die Unternehmen werden durch das Luftfahrt-Bundesamt zugelassen und überwacht. Schwerpunkte der LBA-Kontrollen waren u.a.:
Seit vergangenem Montag wurden in ganz Deutschland ausgewählte Betriebe der insgesamt 650 zugelassenen reglementierten Beauftragten vor Ort kontrolliert. Schwerpunkte lagen in München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf, Köln/Bonn, Berlin, Hamburg und Leipzig. Besonders die Einhaltung der angeordneten Sofortmaßnahmen nach den vereitelten Paketbombenanschlägen - der Fracht-Stopp und die Kontrolle jemenitischer Fracht, die bereits nach Deutschland gelangt war - wurde im Rahmen der laufenden Aufsicht geprüft.
Es wurden einzelne Sendungen aus dem Jemen gefunden, die allerdings bereits vor dem Einflugverbot importiert wurden. Die Fracht aus dem Jemen wurde nachweislich einer erneuten Röntgenkontrolle unterzogen. Mehrere der geprüften Röntgengeräte erfüllten nicht die geforderten technischen Voraussetzungen. Hier wurde eine sofortige technische Überprüfung angeordnet. Die mangelhaften Geräte konnten vor Ort nach einer Anpassung der Kalibrierung durch den Techniker wieder gemäß den Vorgaben in Betrieb genommen werden.
Die Kontrollen haben keine schwerwiegenden Mängel im Bereich der reglementierten Beauftragten aufgedeckt. Gemäß den geltenden europäischen Vorgaben nach EG VO 300/2008 und EU VO 185/2010 bestehen derzeit keine Erkenntnisse über ein schwerwiegendes regelwidriges Verhalten im Zuständigkeitsbereich des Luftfahrt-Bundesamtes. Bei sämtlichen verhinderten Paketbombenanschlägen handelte es sich um Importfracht, bei der offensichtlich die Kontrollen im Ursprungsland versagt haben oder nicht ordnungsgemäß ausgeführt wurden.
Heute tagt der Arbeitsstab der Bundesministerien und Sicherheitsbehörden. Er analysiert das System der Luftfrachtsicherheit in Deutschland und Europa. Auch die rechtlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen werden überprüft. Ziel ist es, die Sicherheit in der Luftfracht zu erhöhen, mögliche Lücken im System aufzudecken und zu schließen.

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 Fehlende Lkw-Stellplätze an den Autobahnen

München, 11. November 2010 - Bundesweit fehlen immer noch über 7 000 Lkw-Stellplätze an den Autobahnen. Aufgrund der auslaufenden Konjunkturpakete und der strikten Sparvorgaben der Bundesregierung befürchtet der Automobilclub ADAC, dass das Geld für den dringend notwendigen Ausbau künftig fehlt.

Zahlreiche Beschwerden von ADAC-Mitgliedern über zugeparkte Rastplatzeinfahrten weisen auf teilweise chaotische Verhältnisse hin. Es behindern sich nicht nur rangierende Lkw, sondern sie gefährden auch andere Verkehrsteilnehmer. "Es kann nicht sein, dass Einfahrten zugeparkt werden oder sich die Lkw sogar bis auf die Fahrbahn zurück stauen. Das ist eine Gefahr für alle Autofahrer - besonders in der Nacht kann es zu schweren Unfällen kommen", so ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. Auch sind die Lenk- und Ruhezeiten durch den Stellplatzmangel für viele Lkw-Fahrer schwer einzuhalten.
  Gefährliche Situation: Lkw parken auf der Zufahrt zur Rastanlage. Bildquelle: ADAC

Der ADAC fordert, dass vorrangig bei den Rastanlagen, die am häufigsten überfüllt sind, möglichst rasch Abhilfe geschaffen wird. Zudem sollten vorhandene Kapazitäten besser genutzt werden, beispielsweise durch intelligente Systeme, die Parksuchverkehr reduzieren und bestehenden Raum unter anderem durch Kolonnenparken optimieren. Lösungen, wie sie an der Rastanlage Montabaur an der A3, Aichen an der A8 oder Brohlthal Ost an der A61 sowie auf dem Autohof Lohfeldener Rüssel an der A7 gegenwärtig als Modellprojekte bestehen, sollten laut ADAC bundesweit installiert werden.

 Transporterklasse: Mehr Aufklärung über Gefahrenpotenziale

Frankfurt, 2. November 2010 - Die Transporterklasse bis 3,5 Tonnen hält den Wirtschaftsverkehr unseres Ballungsraums aufrecht. Sie ist das Bindeglied zwischen Logistikzentren, Einzelhandel und Endverbraucher", sagte Dr. Andreas Freundt, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Frankfurt am Main, im Rahmen des ersten Transporter-Workshops am Freitag. Allerdings stellten die Fahrzeugklassen diesen Typs für den fließenden Verkehr auch viele Gefahrenquellen dar, daher müssten Transportunternehmen mehr über die Gefahrenpotenziale des Fahrzeugtyps aufgeklärt werden.
"Die klassischen Fehler, die bei der Transportklasse bis 3,5 Tonnen zu Unfällen im Straßenverkehr führen, sind die Missachtung von Straßenverkehrsregeln und die falsche Positionierung von Ladung", sagte Dr. Freundt. Dies führe zu Unfällen, "die in 55 Prozent der Fälle in der Innenstadt passieren", sagte Rainer Michaelis, Leiter der Abteilung Straßenverkehrssicherheit beim Straßenverkehrsamt der Stadt Frankfurt am Main. Diesem Problem könne nur mit der Information über den sicheren Transport von Waren begegnet werden.
Doch nicht nur die Fahrer der Transportklassen, sondern auch andere am Straßenverkehr Beteiligte seien für Unfälle und stockenden Wirtschaftsverkehr verantwortlich. Weiteres Gefahrenpotenzial sieht Michaelis zum Beispiel in zugeparkten Ladezonen. Dies führe zum Parken in der zweiten Reihe und behindere den innerstädtischen Wirtschaftsverkehr enorm. "Diesem Problem muss die Verkehrsplanung und -umsetzung künftiger Innenstadtkonzepte Rechnung tragen - insbesondere dann, wenn für immer mehr Verkehr immer weniger Raum zur Verfügung steht", sagte Michaelis. Vor diesem Hintergrund wäre beispielsweise die Schaffung eines Verkehrszeichens zu prüfen, das Ladezonen für den Wirtschaftsverkehr kennzeichnet, ergänzte Dr. Freundt.
Die Veranstaltung zum Thema Gefahrgut und Transportsicherheit in der IHK Frankfurt war der Auftakt einer Workshop-Reihe, die im nächsten Jahr in Kooperation mit der Stadt Frankfurt am Main fortgesetzt wird.

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 Zwei Sekunden führerlos

Berlin, 27.Oktober 2010 - In Herbst und Winter steigt das Risiko, im Straßenverkehr geblendet zu werden. Auf diese Gefahr weisen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen im Rahmen ihrer Präventionskampagne "Risiko raus!" hin und geben Tipps zum richtigen Fahrverhalten.
Blendung durch die Sonne ist eine wesentliche Unfallursache. Sie kann aber auch durch künstliche Lichtquellen erzeugt werden - insbesondere bei Dunkelheit. Das Auge wird dann plötzlich starkem Licht ausgesetzt und ist damit überfordert. Hauptsächliche künstliche Blendungsquellen sind: entgegenkommende oder hinterher fahrende Fahrzeuge, Leuchtreklamen und Gebäude- oder Grundstücksbeleuchtungen.
Wie groß die Gefahr im Moment der Blendung ist, zeigt folgende Berechnung: Wird man bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h für einen Zeitraum von zwei Sekunden sehunfähig, legt man in dieser Zeit eine Strecke von 56 Metern zurück. Das entspricht der Breite eines Fußballplatzes. "In dieser Zeit ist das Fahrzeug praktisch führerlos und stellt ein Sicherheitsrisiko dar - nicht nur für den Fahrer, sondern auch für andere. Blendung sollte daher soweit wie möglich vermieden werden", warnt Dr. Marc Wittlich vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA). Er rät deshalb vorzusorgen:

Wie verhalte ich mich, wenn ich geblendet werde?
In der Präventionskampagne "Risiko raus!" arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Landwirtschaftliche Sozialversicherung, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Bundesländer sowie weitere Partner zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, das Unfallrisiko beim Fahren und Transportieren zu verringern. Weitere Informationen unter www.risiko-raus.de.

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 Mobilität hat ihren Preis

Wiesbaden, 21. September 2010 - Autofahren hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich verteuert. Insbesondere Dieselfahrer müssen sehr viel tiefer in die Tasche greifen, hat das Statistische Bundesamt ermittelt.
Während sich die durchschnittlichen Verbraucherpreise in Deutschland zwischen August 2000 und August 2010 um knapp 17 Prozent erhöhten, stiegen die Preise für den Kauf und die Unterhaltung von Kraftfahrzeugen um fast 25 Prozent. Dieses deutliche Plus ist vor allem durch die Verteuerung bei Kraftstoffen bedingt. Der Preis für Superbenzin erhöhte sich um mehr als ein Drittel (37 Prozent) und Diesel ist heute um mehr als die Hälfte (54 Prozent) teurer. Die Preise für neue Autos stiegen dagegen unterdurchschnittlich um etwa zwölf Prozent.
Mit einer Steigerung um 44 Prozent legten die Preise im öffentlichen Personennahverkehr stärker zu. Die Preise für Bahntickets wurden in diesen zehn Jahren um etwa ein Drittel (35 Prozent) teurer.
Erfreulich für alle, die auf das Fahrrad umgestiegen sind: Die Preise für Fahrräder sind nur um sieben Prozent geklettert.

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 Hessische Chemie rechnet mit acht Prozent Umsatzplus 2010

Frankfurt, 17. September 2010 - Die chemische Industrie in Hessen hat das Vorkrisen-Niveau fast wieder erreicht. Die Branche konnte ihren Umsatz in der ersten Jahreshälfte 2010 um fast neun Prozent auf elf Milliarden Euro steigern, meldet der Landesverband Hessen im Verband der Chemischen Industrie (VCI Hessen).
Die Wachstumsdynamik werde sich allerdings im zweiten Halbjahr leicht abschwächen, erwartet Dr. Helmut Prestel. Das Vorstandsmitglied des VCI Hessen rechnet wegen der sich abzeichnenden konjunkturellen Eintrübung insbesondere in den USA und China sowie auslaufenden Konjunkturprogrammen für das Gesamtjahr 2010 in Hessen mit einem Umsatzplus von acht Prozent.

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 Luftfrachtpreise heben ab

Wiesbaden, 10. September 2010 - Durchschnittlich sind die Preise im zweiten Quartal 2010 für von deutschen Flughäfen abgehende Luftfracht um mehr als ein Drittel (plus 35 Prozent) gegenüber dem zweiten Quartal 2009 gestiegen. Das gibt das Statistische Bundesamt bekannt.
Zu Preiserhöhungen kam es auf allen Flugrouten. Besonders deutlich stiegen die Frachtraten bei Flügen in die Republik Korea (plus 74 Prozent), nach China (plus 68 Prozent) und Japan (plus 50 Prozent) sowie Südafrika (plus 48 Prozent). Die Raten nach China lagen damit im zweiten Quartal 2010 über dem Höchststand des durchschnittlichen Frachtratenniveaus auf dieser Flugroute im Jahr 2008. Deutlich geringer fiel der Preisanstieg im Vergleich zum zweiten Quartal 2009 für innereuropäische Luftfrachttransporte aus. Hier lag der Anstieg bei 16 Prozent.

Preise für Luftfracht legen im zweiten Quartal 2010 weiter zu

Insgesamt setzte sich die Preiserholung im Luftfrachttransport fort: Verglichen mit dem jeweiligen Vorquartal stiegen die Preise zum vierten Mal in Folge. Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 stiegen die Frachtraten im zweiten Vierteljahr 2010 besonders stark auf den Flugrouten in die USA (plus 14 Prozent), nach Brasilien (plus 15 Prozent) und Südafrika (plus 35 Prozent). Der Preisindex für Luftfracht des Statistischen Bundesamtes wird durch Auswertung von Daten der CargoIS-Datenbank der Internationalen Vereinigung der Fluggesellschaften IATA sowie durch eigene Erhebungen zu Treibstoff- und Sicherheitszuschlägen gewonnen.

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 ADAC testet Lkw-Parkplätze in Europa

München, 30. August 2010 - Für Lkw-Fahrer gibt es in Europa zu wenige Rastanlagen, die auf ihre Sicherheits- und Servicebedürfnisse zugeschnitten sind. Das ist das Ergebnis eines ADAC-Tests von 50 Lkw-Parkplätzen in elf europäischen Ländern.

Trauriges Fazit: Nur neun Anlagen erfüllen die höchsten Anforderungen. In Deutschland gibt es nur zwei Plätze, auf denen Brummifahrer vor Dieben sicher sind: Der Rasthof Uhrsleben an der A 2 sowie der Autohof Wörnitz an der A 7. Anlass der Untersuchung ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die eine EU-weit gültige Zertifizierung möglichst sicherer Anlagen auf den Weg bringen möchte. Denn immer mehr Lkw werden - vorwiegend nachts - an Autobahnenparkplätzen ausgeraubt und die Fahrer teils brutal überfallen. Der Schaden, der europaweit durch Diebstähle hochwertiger Güter entsteht, beziffert sich derzeit auf mehr als acht Milliarden Euro.
  Offene Schranken - Hier kann jeder Lkw rein und raus. Bildquelle: ADAC

Als sicher können Anlagen wie die europäischen Testsieger Ashford International Truckstop nahe Dover in England und Autoparco Brescia Est am italienischen Gardasee betrachtet werden. Sie verfügen etwa über hervorragend ausgeleuchtete und videoüberwachte Stellplätze. Ein- und Ausfahrten werden streng kontrolliert. Dazu kommen zahlreiche Dienstleitungen, die Brummifahrer benötigen, wie Lkw-Waschanlagen oder Shops für Ersatzteile.
Der ADAC-Test konzentrierte sich auf die Kategorien Sicherheit und Service. Neben den Sicherheitseinrichtungen wurden beim Service u.a. die Ausstattung und Sauberkeit der Sanitäranlagen sowie die Qualität von Restaurant und Shop unter die Lupe genommen.
Nach Ansicht des ADAC gibt es nach wie vor zu wenige Lkw-Stellplätze. Nachts wissen Brummi-Fahrer oft nicht wo sie den Lkw abstellen sollen. Sie parken daher in Zufahrten oder im Pkw-Parkbereich von Rastanlagen. Das erhöht die Unfallgefahr für alle Autofahrer.
Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen fehlen bis 2015 allein in Deutschland über 20 000 Stellplätze.

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 Schienengüterverkehr legt zu

Wiesbaden, 30. August 2010 - Der Güterverkehr auf dem deutschen Schienennetz ist im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 um 18 Prozent gestiegen.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden dabei insgesamt 173,9 Millionen Tonnen befördert. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass als Folge der Wirtschaftskrise die Transportnachfrage im ersten Halbjahr 2009 um mehr als ein Fünftel (minus 22,4 Prozent) gesunken war.
Der aktuelle Zuwachs konnte diesen Einbruch noch nicht ausgleichen: Der Schienengüterverkehr erreichte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 noch nicht das Niveau des entsprechenden Zeitraums im Jahr 2007. Damals umfasste das Transportaufkommen 180,1 Millionen Tonnen.

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 Gefahrgut 2008: Am meisten wurde per Lkw transportiert

Wiesbaden, 12. August 2010 - Im Jahr 2008 war jede zwölfte Tonne der gesamten Gütermenge auf Straßen, Schienen und Wasserwegen Gefahrgut. Damit wurden in Deutschland mit Lastkraftwagen, Eisenbahnen und Schiffen knapp 353 Millionen Tonnen Gefahrgüter befördert, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Mit 171 Millionen Tonnen wurden auf der Straße fast die Hälfte der gesamten Gefahrgüter transportiert. Der Gefahrgutanteil bei den Gütern, die per Lkw befördert werden, betrug fünf Prozent. In der Seeschifffahrt wurden im Jahr 2008 rund 73 Millionen Tonnen Gefahrgüter verschifft.
Der Gefahrgutanteil an allen in der Seeschifffahrt beförderten Gütern lag mit 23 Prozent höher als die entsprechenden Anteile in den anderen Transportzweigen. Das liegt vor allem an den großen Mengen Rohöl, die nach Deutschland importiert werden. Auch die Binnenschifffahrt hatte mit 20 Prozent (49,6 Millionen Tonnen) einen hohen Gefahrgutanteil. Mit der Eisenbahn wurden 58,9 Millionen Tonnen Gefahrgut expediert; das entsprach etwa 16 Prozent ihrer Gesamttransporte.
Befördert wurden überwiegend Güter der Klasse 3, die fast dreiviertel aller Gefahrguttransporte im Jahr 2008 ausmachten. Der Anteil der Klasse 3 am gesamten Gefahrgutaufkommen lag mit 86 Prozent für die Seeschifffahrt und 80 Prozent für die Binnenschifffahrt höher als für die Straße (67 Prozent) und den Eisenbahngüterverkehr (60 Prozent). Weitere bedeutende Gefahrklassen waren ätzende Stoffe (Klasse 8) und Gase (Klasse 2), auf die acht Prozent beziehungsweise sechs Prozent der gesamten Gefahrguttransporte auf Straßen, Schienen und Wasserwegen entfielen.
Die Beförderung von Gefahrgütern mit Lastkraftwagen, Eisenbahnen und Schiffen blieb im Jahr 2008 gegenüber 2007 nahezu unverändert. Bei den einzelnen Verkehrsträgern gab es allerdings unterschiedliche Entwicklungen. Gestiegen sind 2008 die Gefahrguttransporte mit der Eisenbahn (plus 2,7 Prozent) und auf der Straße (plus 1,4 Prozent), Rückgänge der Gefahrguttransporte waren im Seeverkehr (minus 1,4 Prozent) und vor allem in der Binnenschifffahrt (minus 3,5 Prozent) zu verzeichnen.

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 Aus BG-PRÜFZERT wird DGUV Test

Berlin, 1. Juli 2010 Das Prüf- und Zertifzierungssystem der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung hat einen neuen Namen. Seit Juli heißt BG-PRÜFZERT (Berufsgenossenschaftliches Prüf- und Zertifizierungssystem) "DGUV Test".
Mit der Umbenennung wird das Prüf- und Zertifizierungssystem in die gemeinsame Marke der gesetzlichen Unfallversicherung eingegliedert. DGUV Test umfasst die 19 Prüf- und Zertifizierungsstellen der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Über 300 Experten testen hier - neben anderen Aufgaben - Arbeitsmittel hinsichtlich Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Herz und Nieren und decken sicherheitstechnische Mängel auf. Pro Jahr stellen die Prüf- und Zertifizierungsstellen 3.500 Zertifikate aus, ein gutes Viertel geht an Hersteller aus dem Ausland.
"Unternehmen kaufen Maschinen und andere Produkte heute weltweit ein. Die Einkäufer müssen sich auf die Sicherheit der Arbeitsmittel und Produkte verlassen können", erklärt Dr. Walter Eichendorf, stellvertrender DGUV-Hauptgeschäftsführer. "Mit dem GS- und dem DGUV Test-Zeichen bieten wir den Unternehmen eine gute Auswahlhilfe beim Einkauf. Und durch unsere Mitarbeit in der Normung bringen wir unsere Erfahrungen aus der Prüfung und Zertifizierung auch international in die Produktentwicklung ein."
Mit ihrer Arbeit unterstützen die Prüf- und Zertifizierungsstellen von DGUV Test die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen in ihrem gesetzlichen Auftrag, die Prävention am Arbeitsplatz und in der Schule mit allen geeigneten Mitteln zu fördern.
DGUV Test ist unter http://www.dguv.de/dguv-test zu erreichen.

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 Bahnübergänge sicher überqueren

Bonn, 18. Juni 2010 Durch Unkenntnis oder Unachtsamkeit, gepaart mit Leichtsinn, werden europaweit mindestens 600 Verkehrsteilnehmer pro Jahr Opfer von Bahnübergangsunfällen. Am 22. Juni macht der "International Level Crossing Awareness Day" europaweit darauf aufmerksam, wie solche Unfälle vermieden werden können.
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) weist darauf hin, dass über 90 Prozent aller Unfälle an Bahnübergängen auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen sind. So wissen viele Verkehrsteilnehmer nicht, dass ein Zug mit Tempo 140 einen Bremsweg von rund 1.000 Metern hat. Dass bei einem roten Blinklicht eine Überquerung des Bahnübergangs noch möglich sei, meinen, wie Umfragen ergeben haben, fälschlich rund 40 Prozent.
Das Umfahren oder Umlaufen von Halbschranken ist die Ursache für jeden achten Bahnübergangsunfall in Deutschland. Insgesamt kam es hier 2008 (aktuelle Zahlen für 2009 liegen noch nicht vor) zu 207 Unfällen an Bahnübergängen. Die Zahl der Unfälle ist in den vergangenen Jahren rückläufig. Vor zehn Jahren waren es noch mehr als doppelt so viele. Ebenso zurück geht die Anzahl an Bahnübergängen. Seit 1999 wurde fast jeder vierte Bahnübergang beseitigt oder durch eine Brücke oder einen Tunnel ersetzt. Jährlich investieren Bahn, Bund und Straßenbaulastträger dafür über 500 Millionen Euro.
Im Rahmen des Aktionstags für ein bewussteres Verhalten an Bahnübergängen sollen Broschüren verteilt, an Bahnhöfen und anderen zentralen Plätzen Poster ausgehängt und in Funk und Fernsehen Spots gesendet werden. Der TV-Spot kann unter http://www.mostra.com/act/ im Internet angesehen werden.

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 BMU und VCI kooperieren beim Human-Biomonitoring

Frankfurt/Main, 14. Mai 2010 - Bisher muss allzu oft auf modellhafte Abschätzungen zurückgegriffen werden, mit denen gesundheitliche Risiken durch Chemikalien leicht über- oder unterschätzt werden. Jetzt wollen das Bundesumweltministerium (BMU) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) neue Analysemethoden entwickeln, die Auskunft darüber geben, wie die reale Belastung der Bevölkerung mit wichtigen Industriechemikalien aussieht.
Im Zentrum der Kooperation stehen dabei Stoffe, denen die Bevölkerung möglicherweise vermehrt ausgesetzt ist oder die eine besondere Gesundheitsrelevanz haben können, aber bislang im menschlichen Körper nicht messbar sind. In den nächsten zehn Jahren sollen so für bis zu fünfzig gemeinsam ausgewählte Stoffe oder Stoffgruppen geeignete Analysemethoden für entsprechenden Untersuchungen entwickelt werden. Die Kooperation soll zunächst in einer dreijährigen Pilotphase erprobt werden.
Für die Methodenentwicklung der Nachweisverfahren hat der VCI die Verantwortung übernommen. Für die Anwendung der Methoden in geeigneten Untersuchungen liegt die Verantwortung beim BMU, das hier eng mit dem Umweltbundesamt zusammenarbeitet.
Human-Biomonitoring ist für den gesundheitsbezogenen Umweltschutz ein zentrales Informations- und Kontrollinstrument. Die Daten können als Frühwarnsystem für bisher nicht erkannte Belastungen dienen. Ob der Nachweis eines Stoffes mit einer gesundheitlichen Belastung einhergeht, bedarf einer Risikobewertung, die zum Beispiel medizinische und toxikologische Erkenntnisse heranzieht. In der chemischen Industrie ist das Human-Biomonitoring ein wichtiges Instrument der arbeitsmedizinischen Vorsorge. Human-Biomonitoring liefert außerdem wissenschaftlich fundierte Daten darüber, ob Verbote oder Beschränkungen bedenklicher Stoffe tatsächlich zu einem Rückgang der Belastung in der Bevölkerung geführt haben.
Im Rahmen des Projekts sind als Auftakt von VCI und BMU die ersten fünf Stoffe festgelegt worden, für die eine Messmethode entwickelt werden soll. Sie finden als Weichmacher, Flammschutzmittel, Kunststoffstabilisator und als Additiv in Treib- und Schmierstoffen Verwendung. Konkret handelt es sich um die Stoffe DINCH, DPHP, HBCDD, 2,2',6,6'-Tetra-tert-butyl-4,4'-methylendiphenol und Dodecylphenol.

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 Starker Einbruch im kombinierten Verkehr mit Containern 2009

Wiesbaden, 30. April 2010 - Der kombinierte Verkehr mit Containern wurde 2009 von der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders stark getroffen. Der Rückgang fiel noch höher aus als die bereits erhebliche Abnahme des Gesamtverkehrs mit Eisenbahnen und Schiffen.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Angaben mitteilt, wurden in Deutschland im kombinierten Verkehr mit Containern insgesamt fast 165 Millionen Tonnen befördert. Das war gegenüber dem Jahr 2008 ein Rückgang um 20 Prozent.
Die stärksten Verluste verbuchte der Containerverkehr über See (minus 24 Prozent). Hier war der Rückgang höher als die Abnahme des Seeverkehrs insgesamt (minus 17 Prozent). Im Eisenbahnverkehr entwickelten sich Containerverkehr und Gesamtverkehr mit Rückgängen von 16 Prozent parallel. Dagegen konnte sich in der Binnenschifffahrt der kombinierte Verkehr besser behaupten als der Binnenschiffsverkehr insgesamt: Während der kombinierte Verkehr nur um acht Prozent abnahm, insbesondere aufgrund der Erholung zum Jahresende, sank der Gesamtverkehr um 17 Prozent.

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 Werden Kunststoff-Verpackungen teurer?

Bad Homburg, 26. April 2010 - Ansteigende Rohstoffpreise, hohe Energiekosten und Versorgungsengpässe in einigen Produktsegmenten machen den Kunststoffverpackungshersteller zu schaffen. Die Verpackungsunternehmen sind jetzt gezwungen, schnellsmöglichst Lösungen mit ihren Kunden zu finden, verlautbart die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. aus Bad Homburg.
Sehr hart treffen die Kunststoffverpackungsbranche die nun schon im vierten Monat weiter ansteigenden Rohstoffpreise. So musste im Dezember 2008 für eine Tonne Polyethylen etwas über 1.000 Euro bezahlt werden. Im April 2010 lag der Preis mit einem Plus von 275 Euro um etwa ein Viertel höher. Noch dramatischer fällt die Preissteigerung bei Butadien aus: Hier kostet eine Tonne im April 2010 gegenüber Dezember 2009 fast die Hälfte (Plus 45 Prozent) mehr.
Die dadurch erzielte Einnahmenverbesserung bei den Kunststofferzeugern führt zu weiteren drastischen Margenrückgängen bei den Verpackungsunternehmen. Ein zusätzliches Problem sind die hohen Energiekosten, insbesondere hat sich Rohöl in den letzten Monaten deutlich verteuert.
Zudem zeigen sich in einigen Produktsegmenten Versorgungsengpässe. Durch reduzierte Cracker- und Raffinerie-Kapazitäten in Europa ist die Situation beim Polypropylen besonders angespannt. Aus Sicht von IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn werden zurzeit durch den starken Aufschwung in China zu wenige Kunststoffe nach Europa importiert. Experten rechnen deshalb nicht mit einer kurzfristigen Entspannung, weder bei den Rohstoffpreisen noch bei der Versorgungssicherheit.

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 Bioethanolwirtschaft rechnet mit gesteigerter Nachfrage

Berlin, 19. April 2010 - Seit vier Tagen sorgt der Ausbruch des Gletscher-Vulkans in Island für eine bislang noch nie dagewesene Sperrung des europäischen Luftraumes. Allein die Flughäfen müssen deshalb täglich mehr als zehn Millionen Euro Einnahmeverluste verkraften.
Von der heutigen Sitzung der EU-Verkehrsminister erwarten sich die deutschen Flughäfen klare Signale: "Die Verkehrsminister müssen dringend ihre Kenntnisse über aktuelle Messungen und Testflüge austauschen und sich gegenseitig fortlaufend informieren. Die Sicherheit des Luftverkehrs steht über allem. Umso wichtiger ist es, dass wir verlässliche und möglichst planbare Informationen über die aktuelle Risiko- und Gefahrenlage erhalten", erläutert Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV.
Die Flughäfen stehen ständig in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden. Nach Ansicht des ADV kann der Informationsfluss zwischen Bund, Ländern, DFS und Eurocontrol sowie Airlines und Flughäfen noch verbessert werden.
Für die deutschen Flughäfen stellt die derzeitige Ausnahmesituation eine enorme wirtschaftliche Belastung dar. "In dieser Krisensituation ist die Bedeutung des Luftverkehrs besonders offensichtlich geworden. Die Luftverkehrsbranche hat sich von den Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise noch immer nicht vollständig erholt und muss nun diese Krise verkraften", erklärt Ralph Beisel.
Durch die Folgen des Vulkanausbruches müssen nach vorläufigen Berechnungen des Verbandes die deutschen Flughäfen täglich Einnahmeverluste in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro verkraften. An den 23 internationalen Verkehrsflughäfen starten und landen täglich rund 6.500 Flugzeuge. Rund eine halbe Million Passagiere werden täglich abgefertigt. Bezogen auf den Wert werden rund 40 Prozent der deutschen Exportwaren über die Luftfracht abgewickelt.

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 Bioethanolwirtschaft rechnet mit gesteigerter Nachfrage

Berlin, 16. April 2010 - Der deutsche Bioethanolmarkt ist im Jahr 2009 erneut kräftig gewachsen. Die Produktion des Biokraftstoffs stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel an, die Verwendung legte um 44 Prozent zu. Für das laufende Jahr erwartet der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V (BDBe) eine weitere deutliche Steigerung der Nachfrage in Deutschland und der EU.
Die Produktion der deutschen Bioethanolanlagen betrug im vergangenen Jahr 591.000 Tonnen. Das sind 133.000 Tonnen mehr als im Jahr 2008. Ein Drittel des deutschen Bioethanols wurde aus Zuckerrüben hergestellt, 65 Prozent der Produktion entfielen auf Getreide wie Weizen, Mais oder Roggen. Andere Rohstoffe wie Rückstände aus der Lebensmittelindustrie fallen mit einem Anteil von unter drei Prozent weiterhin nicht ins Gewicht.
Im Jahr 2009 wurden 903.000 Tonnen des Biokraftstoffs in Deutschland getankt, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 278.000 Tonnen oder 44 Prozent. Deutlich bemerkbar macht sich der erstmals flächendeckende Einsatz von E 5: 693.000 Tonnen Bioethanol wurden entsprechend der DIN-Norm für Benzin (DIN EN 228) direkt beigemischt. 202.000 Tonnen Bioethanol gingen in die Produktion des Benzinadditivs ETBE.
Auf niedrigem Niveau stabil blieb die Verwendung von E 85: An den bundesweit ca. 280 E 85-Zapfsäulen wurden 9.000 Tonnen (2008: 8.500 Tonnen) des für FlexiFuel-Fahrzeuge geeigneten Kraftstoffs aus 85 Prozent Bioethanol und 15 Prozent Benzin verkauft. Ein stärkeres Wachstum des E 85-Absatzes wird nach der im Jahr 2010 anstehenden Einführung weiterer FlexiFuel-Fahrzeuge erwartet.
Im Beimischungsmarkt sind 2010 weitere Wachstumsimpulse zu erwarten: Die bevorstehende Einführung von E 10 (Benzin mit zehn Prozent Bioethanol) als zusätzlichem Kraftstoff an deutschen Tankstellen macht einen weiteren Anstieg der Nachfrage nach Bioethanol in Deutschland wahrscheinlich. Erheblich steigen dürfte 2010 auch die Nachfrage in der EU: Viele Länder beginnen erst jetzt mit der durch die EU-Richtlinie Erneuerbare Energien gebotenen Beimischung von Biokraftstoffen.
Zum Thema Bio-Oele: Print-Ausgabe 04/2010, der gefahrgutbeauftragte

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 Tag der Logistik: Wachsendes Interesse

Bremen, 16. April 2010 - Rund 28.500 Besucher nutzten den Tag der Logistik am 15. April, um sich bei insgesamt 333 Veranstaltungen ein Bild von diesem Wirtschaftsbereich zu machen.
Insbesondere viele Schüler und Studenten informierten sich über die beruflichen Chancen in der Logistik. Mehr als 400 Unternehmen, Organisationen und Institute, sei es als Veranstalter, Mitveranstalter, Aussteller oder Referenten bei Foren waren beteiligt. Im letzten Jahr fanden die angebotenen 289 Veranstaltungen das Interesse von 25.000 Besuchern.
Der Tag der Logistik ist eine Initiative der gemeinnützigen Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. und wurde erstmals im Jahr 2008 veranstaltet.

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 125 Jahre HHLA

Hamburg, 8. März 2010 - Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) feierte am 8. März 2010 ihr 125-jähriges Bestehen.
Am 7. März 1885 wurde die HHLA-Vorgängerin Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft (HFLG) für den Bau und Betrieb der Speicherstadt im neuen Freihafen gegründet. In nur wenigen Jahrzehnten entstand hier der größte und modernste Lagerhauskomplex der Welt, der z.B. bereits damals über eine hydraulische zentrale Kraftversorgung der Winden verfügte. Als großes Warenlager im Freihafen, das sich in idealer Weise mit den neuen Kaianlagen im Hafen ergänzte, trug die Speicherstadt entscheidend zum Erfolg des Welthafens Hamburg bei, der bis 1914 zum drittgrößten Welthafen hinter London und New York aufstieg. Heute gestaltet die HHLA behutsam den Wandel der denkmalgeschützten Speicherstadt zu einem attraktiven Innenstadtquartier zwischen Kontorhausviertel und HafenCity.
Der moderne Hamburger Hafen ist ein Universalhafen, in dem nahezu alle Arten von Waren umgeschlagen, transportiert und gelagert werden können: Massengüter wie beispielsweise Getreide oder Erz, vor allem aber alle Arten von Stückgütern, die heute zu weit über 90 Prozent im Container angeliefert werden. In Hamburg wickelt die HHLA rund 60 Prozent des gesamten Hafenumschlags ab. In der Hauptsache handelt es sich um Container, aber auch um Schwergut- und Projektladung, Südfrüchte wie Bananen und Papierrollen, Export-Pkw sowie Erz und Kohle. Darüber hinaus verfügt die HHLA über moderne Anlagen für die Lager- und Kontraktlogistik.
Eine der großen Stärken des Hamburger Hafens sind seine Verbindungen mit dem europäischen Hinterland, welche die HHLA in den nächsten Jahren systematisch weiter ausbauen will. Von jeher glänzt Hamburg als ein Eisenbahnhafen. 70 Prozent aller Güter im Fernverkehr werden auf der Schiene transportiert. Dazu tragen die Intermodalgesellschaften der HHLA ganz erheblich bei.

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 Volles Haus beim IHK-Arbeitskreis Gefahrgut Oldenburg/Bremen

Oldenburg, 3. März 2010 - Groß war das Interesse bei den Gefahrgutexperten der Region Oldenburg/Bremen an der jüngsten Tagung des Arbeitskreises Gefahrgut im Februar 2010, organisiert von der Oldenburgischen IHK und der Handelskammer Bremen. Auf der Agenda: Verschiedene Referate zu aktuellen Themen aus der Gefahrgutwelt. Und natürlich wurde auch - wie jedes Jahr - ein neuer Kohlkönig gewählt.
Vor über 70 Gefahrgutinsidern berichtete Uwe Kraft, stellvertretender Hafenkapitän beim Hafenamt Bremen, über die Einstufung von Meeresschadstoffen nach dem 34 Amdt. des IMDG-Codes einschließlich der Parallelen zu den Landverkehrsträgern sowie über aktuelle Änderungen der GGVSee.
Im Bund-Länder-Fachausschuss "Beförderung gefährlicher Güter" behandelte Themen stellte Jutta Kannegießer vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vor. Sie informierte auch über die aktuelle Kategorisierung der niedersächsischen Tunnel. Dabei zeichne sich eine neue Regelung für den Wesertunnel ab: der Tunnel soll tagsüber für bestimmte Gefahrgutfahrzeuge geöffnet werden.
Ludger Nietfeld von der Autobahnpolizei Ahlhorn informierte über Ergebnisse des bundesweiten Behörden-Erfa-Kreises Gefahrgut, der am 17. und 18. Dezember 2009 getagt hatte. Nietfeld wies hinsichtlich der neuen Tunnel-Kategorisierungen darauf hin, dass im Beförderungspapier grundsätzlich der Tunnelbeschränkungscode angegeben werden sollte.
Welche Konsequenzen eine Missachtung der Gefahrgutvorschriften haben kann, erläuterte Hartmut Bierhenke vom Bundesamt für Güterverkehr (BAG) exemplarisch anhand einer kürzlich durchgeführten Kontrolle. Verantwortlich für die dabei festgestellten Verstöße waren in erster Linie die für Verpackung und Verladung Verantwortlichen.
Das richtige Handeln bei betrieblichen Notfallsituationen lernen kann man im Simulations- und Trainingszentrum des Deutschen Roten Kreuzes in Hannover. Holger Rahtjens stellte die praxisorientierte, sanitätsdienstliche Ausbildung vor.
Im Anschluss an den offiziellen Teil stärkten sich die Gefahrgutspezialisten beim traditionellen Grünkohlessen. Einem Mitglied des Arbeitskreises kommt dabei eine besondere Würdigung zuteil. Wer sich im besonderen Maße um die Ziele des Arbeitskreises verdient gemacht hat, wird zum "Kohlkönig" ernannt. In diesem Jahr wurde es Peter Schmidt, der Gefahrgutexperte des Speditionskonzerns Kühne + Nagel, Bremen.

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 Flughäfen mit blauem Auge davon gekommen

Berlin, Frankfurt, München, 10. Februar 2010 - Das zurückliegende Jahr war für die deutschen Flughäfen und die gesamte Luftverkehrsbranche das Schwerste seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach den Verkehrszahlen des Flughafenverbandes ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) verzeichnete die Luftfracht (inklusive Luftpost) 2009 einen Rückgang von 6,2 Prozent auf 3,6 Millionen Tonnen.

"Die Flughäfen sind insgesamt mit einem "blauen Auge" davon gekommen und starten nun zuversichtlich in das neue Jahr", kommentiert ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel das Jahresergebnis. Die Flughäfen haben umgehend auf die Krise reagiert und eine Reihe von nachhaltigen Einsparprogrammen angestoßen. Dadurch konnte an den Flughäfen auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden. Derzeit hängen in Deutschland 850.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Luftverkehr ab. Seit dem vierten Quartal 2009 verzeichnet die Branche wieder positive Wachstumsraten. Im Dezember haben zunehmende Importe und Exporte zu einer starken Belebung der Luftfracht geführt. Der deutliche Zuwachs konnte sich auch im Januar 2010 mit rund 24 Prozent fortsetzen.

Einen kräftigen Zuwachs bei der Luftfracht meldet die Frankfurter Fraport AG: 157.637 Tonnen Luftfracht im Januar 2010 bedeuten ein signifikantes Plus von 32,2 Prozent gegenüber Januar 2009. "Noch nie wurde in einem Januar am Flughafen Frankfurt mehr Fracht umgeschlagen. Der bisherige Spitzenwert lag bei 156.020 Tonnen und wurde im Januar 2008 erreicht", freute sich Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. Wachstumstreiber sind hier insbesondere die Interkontinentalverkehre beispielsweise nach Nordamerika und Fernost.

Am Münchner Airport blieb das Luftfrachtaufkommen im Jahr 2009 mit knapp 216.000 Tonnen rund elf Prozent unter dem Vorjahreswert. Allerdings zeigen die Quartalsergebnisse aus München im Luftfrachtgeschäft einen klaren Aufwärtstrend. Während im ersten Quartal 2009 noch rund 26 Prozent Rückgang zu verzeichnen war, konnte in den letzten drei Monaten des Jahres bereits wieder ein Plus von knapp neun Prozent festgestellt werden.

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 Güterverkehr 2009: Minus 11,2 Prozent

Wiesbaden 21. Januar 2010 - Der Güterverkehr in Deutschland musste im Jahr 2009 infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise deutliche Einbußen hinnehmen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist das Transportaufkommen im Jahr 2009 insgesamt voraussichtlich auf knapp vier Milliarden Tonnen und damit um 11,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2008 gesunken. Von den Abnahmen waren alle Verkehrszweige betroffen. Rückgänge der Beförderungsmenge hatte es zuletzt in den Jahren 2000 bis 2002 (damals zwischen minus drei und minus 4 Prozent) gegeben.
Den stärksten Anteil am Transportaufkommen hatte der Straßengüterverkehr (78 Prozent der Beförderungsmenge). Auf der Straße wurden - nach einer Schätzung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung - im vergangenen Jahr 3 109 Millionen Tonnen befördert, 9,9 Prozent weniger als im Jahr 2008.
Der Güterverkehr bei der Eisenbahn brach wesentlich stärker als auf der Straße ein: Das Verkehrsaufkommen lag mit 310,0 Millionen Tonnen um 16,5 Prozent, die tonnenkilometrische Leistung (das ist das Produkt aus Transportaufkommen und Versandweite) mit 95,6 Milliarden Tonnenkilometern sogar um 17,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das war der stärkste Rückgang der Beförderungsleistung aller Verkehrszweige.
Die Binnenschifffahrt verbuchte bei der Tonnage die höchsten prozentualen Einbußen aller Verkehrszweige: Die Beförderungsmenge sank um 18,1 Prozent auf 201,1 Millionen. Hinsichtlich der Rückgänge der Beförderungsleistung konnte sie sich allerdings etwas besser behaupten als die Eisenbahn: 53,7 Milliarden Tonnenkilometer bedeuteten für die Binnenschifffahrt ein Minus von 16,2 Prozent.
Der Güterverkehr der Seeschifffahrt musste, nachdem er seit der deutschen Einheit ununterbrochen gewachsen war, im Jahr 2009 hohe Verluste hinnehmen: Mit 263,4 Millionen Tonnen wurden hier 16,8 Prozent weniger Güter als im Vorjahr befördert.
Die Frachtbeförderung der Luftfahrt musste erstmals seit 2001 Rückgänge hinnehmen. Mit 3,2 Millionen Tonnen wurden 7,7 Prozent weniger Güter in Flugzeugen befördert als im Jahr 2008. Nach starken Verlusten im ersten Halbjahr 2009 (- 15,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2008) konnte für das zweite Halbjahr das Ergebnis des entsprechende Vorjahreszeitraums wieder erreicht werden.
Auch beim Transport von Rohöl in Rohrleitungen ging die Beförderungsmenge zurück, allerdings nur leicht. 88,8 Millionen Tonnen bedeuteten eine Abnahme an Tonnage von 2,5 Prozent. Die Rohrleitungen waren aber der einzige Verkehrszweig mit Zunahmen bei der Beförderungsleistung (+ 2,6 Prozent), weil insbesondere im zweiten Halbjahr 2009 eine positive Entwicklung zu verzeichnen war.

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 Fraport AG: Luftfracht legt im Dezember 2009 um 29 Prozent zu

Frankfurt am Main, 15. Januar 2010 - Die Verkehrszahlen am Frankfurter Flughafen haben auch im Dezember den Erholungskurs der letzten Monate fortgesetzt.
Auch beim Luftfrachtumschlag geht der Trend weiter nach oben. Nahezu alle Verkehrsgebiete konnten im vergangenen Monat mit einem zweistelligen Wachstum abschneiden. "Knapp 174.000 Tonnen Fracht stehen im Vergleich zum Dezember 2008 für einen signifikanten Zuwachs von 29,1 Prozent und übertreffen das Novemberplus von sieben Prozent um mehr als das Vierfache", sagte Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. Am 13. Dezember habe der Airport mit 8.429 Tonnen das zweithöchste jemals erzielte Tagesaufkommen verzeichnen können. Noch mehr Fracht - nämlich 8.477 Tonnen - sei am Flughafen Frankfurt nur am 17. September 2006 verladen worden.
Dennoch brachte das Jahr 2009 Fraport insgesamt rückläufige Verkehrszahlen. So sank das Luftfrachtaufkommen um 10,1 Prozent auf 1,8 Millionen Tonnen.
Das Gesamtjahr schließt der Konzern mit einem angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage leichten Passagierminus von 2,6 Prozent (rund 73,7 Millionen Fluggäste) sowie mit einem Rückgang des Cargo-Umschlags auf 2,1 Millionen Tonnen (minus 9,7 Prozent) ab.

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Meldungen 2009 bis 2008

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